Make Watches, not Walls

Swiss Made. Der Schweizer Uhrenhersteller H. Moser hat sich etwas Spezielles ausgedacht, um sich über das neue Gesetz zum Schutz der Marke Schweiz lustig zu machen. Die Manufaktur kreierte eine über 1 Million Franken teure Uhr aus Käse, die sogenannte «Swiss Mad Watch». Das Gehäuse besteht aus echtem Schweizer Käse, der mit Verbundmaterial haltbar gemacht wurde. Das Armband ist aus Kuhfell, während das rote Ziffernblatt an die Farbe der Landesfahne erinnern soll. Dazu versichert der Hersteller, die Uhr sei «100 Prozent Schweizer Natur».
Seit dem 1. Januar dürfen Schweizer Uhrenhersteller ihre Produkte nur dann mit «Swiss Made» bezeichnen, wenn 60 Prozent der Uhr in der Schweiz hergestellt werden, das Armband ausgenommen. Der H. Moser-Geschäftsführer, Edouard Meylan, hält die Regelung für nicht ausreichend. Kleine Manufakturen, die schon jetzt zum grössten Teil in der Schweiz produzierten, würden nach wie vor benachteiligt. Den Kunden werde vorgegaukelt, die von ihnen gekauften Uhren stammten zu 100 Prozent aus Schweizer Herstellung. Darauf könne die Manufaktur nur «mit Spott reagieren». In einem Spottfilm
fordert der Uhrenhersteller unter Persiflierung von Donald Trumps Wahlkampfslogan «Make America great again» «Make Swiss Made Great Again». Spottbillig ist die Käse-Uhr nicht: Ihr Preis liegt bei genau
1,081.291 Franken – in Anspielung auf den 1. August 1291, der Legende nach Gründungsdatum der Eidgenossenschaft. Vorgestellt werden soll die «Swiss Mad Watch» in der kommenden Woche auf der Luxusuhrenmesse in Genf. Der Film ist unter www.h-moser.com/de zu sehen.
Trump made. Apropos Donald Trump: Der designierte US-Präsident bekräftigte kürzlich seinen Plan, an der mexikanischen Grenze eine Mauer zu errichten, «um die illegale Einwanderung zu stoppen». Und er will, dass Mexiko die Kosten übernimmt, «auf irgendeine Art und Weise». «Die neue Etappe in den bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Mexiko wird eine grosse Herausforderung in diesem Jahr», sagte Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto diplomatisch.


Links:
«Der Stammtisch» im Urner Wochenblatt vom 14. Januar 2017
Zu Satirisches

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.